GENERATORSCHUTZ-RELAIS GSR-3

 

FEATURES

Das Generatorschutzrelais GSR-3 für den Parallelbetrieb von 3-phasigen Generatoren die folgenden Schutzfunktionen :

  • Spannungsrückgangschutz
  • Spannungserhöhungsschutz
  • Frequenzrückgangschutz
  • Frequenzsteigerungsschutz
    • Auslöse- und Rückschaltverzögerung für die o.g. Funktionen einstellbar.
  • Vektorsprung mit 3-phasiger Überwachung.

Zusätzlich ist das GSR-3 mit einer Phasenfolge- Erkennung ausgestattet. Das Gerät ist für 400 V AC und 100 V AC lieferbar.
Erkennt die Selbstüberwachung eine Störungen oder den Ausfall des Mikroprozessorsystems, wird eine Störungsmeldung ausgegeben. Eine Datenloggerfunktion speichert die letzten 20 Ereignisse.

 

Beschreibung

 TECHNISCHE DATEN

Das GSR-3 ist ein digitale arbeitendes Schutzrelais. Dadurch wird eine hohe Präzision der Messung sowie eine schnelle Reaktionszeit erreicht. Digitale Filterung der Messsignale gewährleisten ein hohes Maß an Störsicherheit.
Eine Selbstüberwachung prüft ständig das Mikroprozessorsystem des Gerätes. Beim Auftreten einer Störung oder beim Ausfall des Systems wird ein Störmelderelais entregt.
Spannungsmessung.
Aus 10.000 Messungen pro Sekunde berechnet das Gerät nach digitaler Filterung des Signals den Effektivwert der Netzspannung. Bei Überschreiten des eingestellten Maximalwertes oder Unterschreiten des eingestellten Minimalwertes fällt das zugeordnete Ausgangsrelais ab.
Frequenzmessung.
Die Frequenzmessung erfolgt nach dem Prinzip der Periodendauermessung. Dies stellt eine schnelle Auslösung bei Über- bzw. Unterschreiten der eingestellten Grenzwerte sicher. Die digitale Filterung des Mess- Signals filtert Störungen, welche z.B. durch harmonische Oberwellen entstehen können aus. Bei Überschreiten des eingestellten Maximalwertes oder Unterschreiten des eingestellten Minimalwertes fällt das zugeordnete Ausgangsrelais ab.
Vektorsprung
Das Auftreten eines Netzausfalls bewirkt bei belastetem Generator einen Phasensprung, welcher durch die Induktivität der Generatorwicklung bedingt ist. Das NSR-3 misst die Zeit, welche zwischen den Nulldurchgängen der anliegenden Wechselspannungen vergeht. Bei einem Netzausfall springt der Phasenwinkel und bewirkt eine Verschiebung des Nulldurchgangs. Bei Überschreitung des eingestellten Maximalwertes fällt das zugehörige Ausgangsrelais ab. Die Vektorsprungüberwachung wird erst nach Erreichen des Gutzustandes von Spannung und Frequenz aktiviert.
Phasenfolge
Nach dem Aufschalten der Hilfsspannung prüft das NSR-3 die Korrekte Phasenfole des Netzes. Bei nicht korrekter Phasenfolge, oder Ausfall mindestens einer Phase bleiben die Relais Vektorsprung, U<> und f<> entregt. Die LED Betrieb/Störung blinkt und das Störmelderelais taktet. Nach Beseitigung des Fehlers erlischt die LED und nach Ablauf der Einschaltverzögerungszeit wird die Überwachung aktiviert. Bei einphasigen Betrieb müssen die Klemmen L1, L2 und L3 gebrückt werden um diese Meldung zu unterdrücken.
Selbstüberwachung
Das überwachte Mikroprozessorsystem des Gerätes, prüft zusätzlich den Status der Ausgangsrelais. Erkennt das System, dass bei  bei Über- /Unterschreitung  der eingestellten Grenzwerte das zugeordnete Relais nicht abfällt, wird das Störmelderelais entregt. Diese Funktion ist ebenfalls beim Selbsttest aktiv.
Zusätzlich überwacht eine Watchdog- Funktion den Mikroprozessor des Gerätes. Erkennt diese Funktion eine Störung oder Ausfall des Systems wird das Störmelderelais entregt.

Das Gerät kann über den Freigabeeingang (Einschaltverzögerung 4 Sekunden) oder bei gebrücktem Freigabeeingang durch Anlegen der Mess- Spannung (Einschaltverzögerung 8 Sekunden) in  Betrieb genommen werden. Während der Einschaltverzögerungszeit sind die Relais  Vektorsprung, U<> und f<> zwangserregt, die LED Berieb/Störung aus, und das Störmelderelais entregt.
Durch brücken des Eingangs “Test” wird ein Selbsttest aller Funktionen ab Sekundärseite der Geräteinternen Spannungswandler durchgeführt.
Einstellung
Die Einstellung der wichtigsten Parameter ist entsprechend den Richtlinien des VDN “einfach und ohne zusätzliche Hilfsmittel” durch geeichte frontseitige Potenziometer und interne Steckbrücken realisierbar. Die transparente Frontabdeckung kann plombiert werden, um ein Verstellen der Parameter zu verhindern.
Das Gerät ist mit einem seriellen Bus ausgestattet, welcher den Anschluss weiterer Systemgeräte oder eines PC ermöglicht. Über den PC lassen sich weitere Einstellungen des Gerätes vornehmen sowie die frontseitigen Einstellpotentiometer sperren.
Im Normalbetrieb werden über den seriellen Bus die mit einem Zeitstempel versehenen Auslösungen und die zugehörigen Messwerte ausgegeben.
 

Gehäuse

Kunststoff Makrolon 8020 grau
nach VDE 0100 und VBG 4

Befestigung

auf C-Schiene nach DIN  Schraubbesestigung

Abmessungen

L 75 x B 99,7 x H 110 (mm3)

Schutzart

Gehäuse IP 40
Klemmen IP 20

Gehäuse-
abdeckung

Transparent, plombierbar

Umgebungs-
temperatur

-10... + 50 Grad C

Hilfs-
spannung

3 x 400 VAC (Best.Nr.:430.304.400)
3 x 100 VAC (Best.Nr.:430.304.100)
(Aus Messignal)

Leistungs-
aufnahme

max. 3 VA

Meß
Eingänge

3 x 400 VAC (Best.Nr.:430.304.400)
3 x 100 VAC (Best.Nr.:430.304.100)

Auflösung : 10 Bit

Digital-
Eingänge

Freigabe : tv = 4 sek.
Test

Einstellung

Über geeichte,digitalisierte Potentiometer

Spannungsrückgang

1,0... 0,7 UN

Spannungserhöhung

1,0..1,2 UN

Frequenzrückgang

47...50 Hz

Frequenzsteigerung

50...52 Hz

Vektorsprung

4...20 Grad

Genauigkeit Endbereiche

+/- 0,1 %

Reproduzierbarkeit über gesamten Einstellbereich

+/- 0,2 %

Auslöseverzögerung
U < > durch int. Steckbrücke wählbar.

0,2 s / 1,5 s

Rückschaltverzögerung
(Netzberuhigungszeit)
U<> / f <> durch int. Steckbrücken wählbar.

1 s / 2 min

Messung

Spannung

Effektivwert
Phasenfolge
Auflösung 0,5 V
> 10 kS/s

Frequenz

Periodendauer
(1/t)
Auflösung 0,1 Hz

Vektorsprung

delta t

Ausgänge

1 Relaiswechsler U <> / Phasenfolge
1 Relaiswechsler f <>
1 Relaiswechsler Vektorssprung
1 Relaiswechsler Störung
Alle Relais Ruhestromkontakt
Belastbarkeit 250 V AC, 125 W.

Schnittstelle

Seriell 1 Wire, potenzialfrei
4800 Baud, 8 Bit, No Parity,
1 Stop-Bit

Stand

25.01.2006
Softwareversion 0.42
Änderungen vorbehalten.

Datum: 24.09.2019  vorherige Version: 21.09.2019 Start: 07.1997    Auflage 2